In der ersten Sommerferienwoche war es endlich soweit – unser Hands-On Projekt LÜTTVILLE ging wieder los. Hier trafen sich 150 Kinder aus sozial schwächeren Stadtteilen Hamburgs, um auf dem Gelände des „Dockville-Festivals“ eine Woche voller Workshops zu erleben, gemeinsam zu spielen und zu essen. Insgesamt wurden 12 Workshops angeboten,  unter anderem Rap, Malen, Zirkus, Tanz und Radio. Am Samstag wurden dann die Eltern eingeladen, um mit den Betreuern und Kindern zusammen das Erlebte Revue passieren zu lassen. Hierzu steuerten alle Eltern einen Beitrag zum Buffet bei, sodass ein internationaler Gaumenschmaus entstand. Neben der finanziellen Unterstützung (in diesem Jahr rund 3500 €) half der RT 100 auch direkt vor Ort; beinahe jeden Tag waren mehrere Tabler anwesend. Wir haben uns letztlich um die ganzen Hintergrundarbeiten gekümmert und konnten so erneut einen tollen Einblick in das Projekt, welches in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert, gewinnen. Besonders spaßig war der tägliche „Open-Air Abwasch“ für die rund 200 Personen bei bestem Hamburger Schmudddelwetter. Zum Glück gab es aber eine Spülmaschine, sodass eine Vorspühlung reichte. Die war aber so weit weg, dass wir das Geschirr mit dem campeigenen Golf IV (keine Sitze, keine Heckscheibe, dafür aber Ralleystreifen und eine Kiste zum sitzen) eine ganze Strecke über das schlammige Gelände fahren mussten. Eine weitere, große Aufgabe war die Hilfe in der Küche. Hier wurde für die Kinder gesundes und reichhaltiges Essen zubereitet. Regional, vegetarisch und vegan. Viele Kinder kannten das frische Gemüse nicht. So mussten wir vieles erklären und haben immer wieder in die glücklichen Kinderaugen geschaut. Selbst den Ketchup haben die Küchenmädels selber aus Marmelade und Pfirsichen hergestellt. Das Essen kam zum Großteil aus dem Foodsharing-Kreislauf, sodass ledgilich 300€ für Essen ausgegeben werden musste.

Ein Highlight wollen wir mit euch allen ganz besonders teilen – „Powerballs“:  Banane mit Müsli und Haferflocken vermischen, gut kneten, zu einer Kugel formen und in Kokos wälzen – fertig. Klingt komisch, ist aber wahnsinnig lecker – Lüttville eben. Wir freuen uns also wieder sehr auf das nächste Jahr mit schlammigen Schuhen, netten Bekanntschaften und lachenden Kinderaugen.

25. September 2017

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